
Windmühle, 2021
Stahl und Leinen
WKV: 111111
Dem gegenüber steht eine Skulptur, die das komplette Gegenteil ist. Die blätterartigen Auswüchse, die frei entfaltet einander nicht behindern. Fast kann man den feinen Windhauch spüren, in dem diese sich sanft raschelnd bewegen. Die freie, fast natürliche Form steht der technisch komprimierten gegenüber.
Während die Windmühle sich vom Wehen des Windes bewegen ließ, versuchte Don Quijote mit dem für den Menschen gegenüber der Natur typischen Brachialgewalt, diesen natürlichen Fluss zu behindern und scheiterte. Dieser Kampf inspirierte zur Namensgebung für das Spannungsverhältnis beider Skulpturen. Die aggressiv und technisch Imponierende steht bedrohlich der frei Flottierenden gegenüber. Wie Don Quijote, dessen Lanze die Windmühle nicht an ihrem beständigen Weiterdrehen hindern konnte, wird sich die Erde weiter drehen. Im ständigen Wandel werden Spezies kommen und vergehen. Und ebenso werden die Menschen und ihre Bauwerke aus Metall und Stein eines Tages nur noch eine Erinnerung sein, verborgen unter dichtem, grünen Blattwerk.


