
Verweigerung, 2019
Silikonharz auf Silacryl Basis und Öl auf Leinwand
200 x 230 x 4 cm
WKV: BD190501
Was ist die Definition von Leistung in einer Leistungsgesellschaft?
Worin besteht die Leistung eines bildenden Künstlers als nicht systemrelevante Variable?
Worin besteht die Notwendigkeit eine nicht systemrelevante Leistung einer Leistungsgesellschaft zur Verfügung zu stellen?
Womöglich ist das Werk nur „Geschmiere“?
Liegt die Leistung darin das Werk zu erschaffen, oder den Mut aufzubringen die aufoktroyierten Leistung an der Leistungsgesellschaft zu versagen?
Gilt ein Jener, dann in eben Dieser als Versager?
Reicht es als Leistung aus, sich selbst und anschließend den Betrachter mit diesen Fragen zu konfrontieren?
Der Bildaufbau besteht aus mehreren nicht gleich erkennbaren Farbschichten, aus welchen das Wort Leistung, in verschiedenen Schriftgrößen, Schriftarten sowie mit verschiedenen Medien, Farben und Variationen aufgetragen wurde. Der aufeinander folgende Farbauftrag wurde einzig durch das geschriebene Wort „Leistung“ auf der Leinwand erzielt.
Bei der ersten Schicht sind die Buchstaben des Wortes Leistung als Zahlen übersetzt und stehen somit dem Buchstaben voran.
Auf der letzten Ebene wurde neben dem Wort „Le!stung“ ebenfalls eine unterbrechende Deckschicht in weißer Farbe aufgetragen.
Weiß ist in dieser Komposition nicht als farbliche Gestaltung des Wortes Leistung anzusehen, sondern als optische und gedankliche Barriere, welche dem Betrachter den Blick auf die Farben und somit auf die erbrachte und geschriebene Leistung des Drunterliegenden verweigern soll.
In der zweiten Ausführung dieser Arbeit, besteht der Bildaufbau wie beim Vorangegangenem, mit dem Unterschied das die Verweigerung eine Brutalität erhält, indem das Weiss bis auf wenige Lunker (winzige Luftblasen/Löcher) das Bild völlig bedeckt, und somit die Betrachtung der farbenfrohen Leinwand vom Betrachter abschirmt und unmöglich macht.
In der dritten Ausführung sind nur noch zwei Nägel in der Wand zu sehen, an welchen die Leistung hätte erbracht werden sollen/können und somit ad absurdum geführt wird.








